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City-Freighter: E-Großtransporter und E-Wohnmobil

von | 28. August 2026

City-Freighter

Wohnmobil oder LCV – der City-Freighter kann beides.

Dieser Neue will bei den großen Transportern alles umkrempeln. City-Freighter: E-Großtransporter und E-Wohnmobil.

Was darf’s denn sein, ein Fahrgestell für große Transporter oder für Wohnmobile? Der City-Freighter aus den USA will beides sein, handelt es sich doch um eine erste Skateboard-Plattform mit vollelektrischem Antrieb für die immer wichtigere Klasse der Vans bis 4,25 Tonnen. Zu sehen als Wohnmobil jetzt auf dem Caravan-Salon, die IAA Transportation umkurvt er dagegen. Der Messe-Auftritt beim Ausbaupartner Vöhringer dient der Kundensuche in der der Auf- und Ausbaubranche.

Skatebord-Plattform mit niedrigem Rahmen, Batterie und Antrieb integriert

Die Plattform des City-Freighter heißt Evolve, es handelt sich um ein Niederflur-Fahrgestell mit Frontlenker-Fahrerhaus und tiefem Rahmen. Entwickelt und gefertigt in Kalifornien/USA. Darauf lässt sich aufbauen: Kastenwagen, Wohnmobil, was auch immer. Auf dem Caravan-Salon steht der City-Freighter als knapp sieben Meter lange Wohnmobil-Studie bei Möbelspezialist Vöhringer. Er steuert ein Leichtbau-Mobiliar zu. Wichtig für von Hause aus kräftig gebaute E-Transporter. Aber auch für andere Basisfahrzeuge, die nicht die 3,5-Tonnen-Grenze reißen sollen.

Zugeschnitten ist der City-Freighter für Europa auf die kommende Führerscheinklasse bis 4,25 Tonnen für E-Fahrzeuge. Drunter steckt im Fall der Wohnmobil-Studie ein Batteriepaket mit einer mächtigen Kapazität von 128 kWh, laut City-Freighter gut für mehr als 400 Kilometer Reichweite. Geladen wird flott mit bis zu 200 kW. Eine Wärmepumpe verringert den Energieverbrauch. Sämtliche Antriebs- und Batteriekomponenten sind ins Chassis integriert. Daher kann der City-Freighter auf eine klassische Fronthaube verzichten.

Leichtbaumöbel von Vöhringer sparen Gewicht, Solar von Opes erhöht Reichweite

Drinnen entdecken Reisende einen sehr luftigen Ausbau. Von vorne nach hinten: Face-to-Face-Sitzgruppe mit längs montierten Sitzbänken, Küche, kompaktes Bad und eine Treppe. Sie führt hinauf zum Bett im Heck, unter dem sich eine große Fahrradgarage erstreckt. Die Ausstattung von Vöhringer basiert auf dessen Airply-Technologie. Dahinter verbergen sich leichte Sandwichplatten mit einem Kern aus dem Hartschaum XPS, üblicherweise als Isoliermaterial verwendet. Er spart laut Vöhringer im Vergleich zum klassischen Sperrholz-Ausbau bis zu 45 Prozent Gewicht. Ergebnis ist trotz sehr üppig bemessener Batterie ein Leergewicht des ausgebauten Wohnmobils von weniger als 3,5 Tonnen.

Das Design und das Konzept des Aufbaus im Stil eines integrierten Reisemobils stammt von der Partnerfirma Motiv Development. Auffällig ist unter anderem die große Spurweite, passend zur Breite von 2,35 Metern. Ins Dach integrierte Photovoltaikmodule von Opes Solar Mobility erhöhen die Reichweite und erhöhen die Unabhängigkeit von der Infrastruktur.

Insgesamt ein mutiger Schritt, verlässt sich die Wohnmobilbranche doch üblicherweise auf bewährte Kundenbeziehungen. Mit seinem neuen Konzept nimmt es der City-Freighter mit der kompletten Garde der arrivierten europäischen Basisfahrzeughersteller auf.

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