Ford streicht eigenen E-Transporter

von | 17. Dezember 2025

Ford

Abkehr vom E-Antrieb? US-amerikanische E-Transit frisch aus der Fertigung.

Kaum ist die Tinte unter dem Renault-Vertrag trocken, geht’s rasch mit Schritten und Schnitten weiter. Ford streicht eigenen E-Transporter.

E ist out – so lassen sich die jüngsten Ankündigungen in Sachen Elektromobilität von Ford interpretieren. Die extrem verlustreiche E-Sparte namens Model e soll saniert werden. Und auch bei den Transportern kündigen sich Umwälzungen an (Beispielbild: E-Transit in USA).

Ford stoppt Entwicklung eines eigenen E-Transporters

Eine der Ankündigungen aus der Zentrale in den USA lautet: „Das Unternehmen plant nicht länger, den zuvor für Europa geplanten neuen Elektrotransporter zu produzieren, wird aber sein gesamtes Angebot an elektrifizierten Transportern für diesen Markt beibehalten.“ Das unterstreicht die Bedeutung der kürzlich erst unterzeichneten Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit Renault für Europa in Sachen Transporter.

Wen betrifft es? Der Ford E-Transit Courier ist noch taufrisch, der E-Transit Custom jung. Der große E-Transit dagegen ist allmählich reif für die Ablösung, der Nachfolger soll dem Vernehmen nach schon weit gediehen sein. Dazu gibt’s die große Transit-Fabrik zusammen mit der Koc-Holding in der Türkei. Bleibt der Transit Connect, ein Derivat des VW Caddy, der aufgrund seiner Plattform nicht voll elektrifiziert möglich ist. Also ein E-Transit Connect auf Basis Renault Kangoo?

USA: Benziner und Hybrid statt E-Modelle

Auch in den USA wird kräftig umgequirlt: „Ford plant nicht länger, ausgewählte größere Elektrofahrzeuge zu produzieren, deren Wirtschaftlichkeit aufgrund geringerer Nachfrage als erwartet, hoher Kosten und regulatorischer Änderungen beeinträchtigt ist.“

Daher hat Ford diese Entscheidung gefällt: „Ford plant … den für Nordamerika geplanten Elektrotransporter durch einen neuen, erschwinglichen Transporter – mit Benzin- und Hybridantrieb – zu ersetzen, um den Bedürfnissen gewerblicher Kunden gerecht zu werden. Dieser neue Transporter wird im Ford-Werk in Ohio gefertigt.“ Das Werk wird zum zentralen Produktionsstandort für Ford Pro. Ab 2029 werden dort neben Super Duty-Fahrgestellen auch die neuen Benzin- und Hybrid-Transporter montiert.

Die Fertigung des spektakulären vollelektrisch angetriebenen Pickups F-150 Lightning pausiert bereits. Seine Nachfolge wird ein E-Antrieb mit Range Extender antreten. Ford kündigt an: „Dank fortschrittlicher EREV-Technologie (Extended Range Electric Vehicle) vereint der F-150 Lightning der nächsten Generation die Vorteile beider Welten: die nahtlose, sofortige Kraftentfaltung eines Elektroantriebs und die Unabhängigkeit einer generatorgestützten Reichweite von über 1100 Kilometern. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Hybrid wird der F-150 Lightning EREV zu 100 Prozent von Elektromotoren angetrieben.“

Hier gibt’s mehr zum Thema:
Ford und Renault: neue Transporter-Kooperation – und VW?
Ford Pro: Ertragsperle trotz Gewinnrückgang

NEWSLETTER

SOCIALS

– WERBUNG –

BELIEBTE NEWS

BELIEBTE TESTS