VWN: Wechsel im Design, Ideen für den ID. Buzz?
Designchef Albert Kirzinger geht. Gleichzeitig locken neuen Ideen. VWN: Wechsel im Design, Ideen für den ID. Buzz?
Er hat mehr Transporter geprägt als jeder VW-Chefdesigner zuvor: Albert Kirzinger ist im Dezember 2025 altershalber bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) ausgeschieden. Dazu gibt es einen Schwenk auf den ID. Buzz mit der Idee zu einer reizvollen Weiterentwicklung.
Bulli-Linie, Zollstockfach und eine Hochschule in Pforzheim
Seine Handschrift tragen von Amarok über Caddy bis zum Crafter alle aktuellen Transporter von VW, darüber hinaus die schweren Jungs des Konzerns in Südamerika. Albert Kirzingers Lieblingsbegriff war die „Bulli-Linie“, jene stets temperamentvoll präsentierte umlaufende Kante der Karosserie.
Albert Kirzinger war seit dem Jahr 2012 Designchef von VWN und MAN Lateinamerika. Zuvor arbeitete er in verschiedenen Funktionen 13 Jahre lang als Interieurdesigner bei VW. Kein Wunder, dass er als zweiten stehenden Begriff das „Zollstockfach“ für schlanke offene Ablagen verwendete. Seine Ausbildung hatte Kirzinger an der renommierten Hochschule für Gestaltung in Pforzheim absolviert. Und da Designer markenunabhängig ein Faible für Schönes haben, steckten in seinem Smartphone auch Bilder eines feinen italienischen Klassikers.
Nachfolger als Bereichsleiter Design VWN wird, zunächst interimsweise, Martin Pohanka. Er arbeitete zuvor insgesamt acht Jahre als Leiter Design sowie Leiter Innendesign VWN, ist also bestens im Thema. Zuvor war er erst knapp drei Jahre als Interieurdesigner bei Audi, tätig, dann 14 Jahre bei Porsche. Zwischendrin folgte ein Abstecher zu Jaguar Land Rover. Martin Pohanka entstammt ebenfalls der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim, eine Quelle zahlreicher namhafter Automobildesigner.
Vorschlag zum ID. Buzz: Wie wär’s mit neuen Retro.Instrumenten?
Ideen fürs neu ausgerichtete Design hätten wir: Raus mit den Mäusekino-Instrumenten beim ID. Buzz, hinein mit den soeben präsentierten Armaturen des kommenden ID. Polo, am besten gleich in dessen Retro-Variante im Stil klassischer Rundinstrumente. Sie passen in kein Auto des Konzerns besser hinein als in den ID. Buzz mit seinem klassischen Charme. Erinnern die Uhren des Digital-Instrumentenbords doch nicht nur an einen frühen Golf, sondern ebenso an das Cockpit des VW T3, also der letzten Transporter-Generation mit Heckmotor von 1979 bis 1990. Und wer’s modern haben will, kann ja flugs umschalten.
Dazu bitte gleichzeitig ein Wechsel von flutschigen Lenkrad-Touchflächen zu den klaren haptischen Tasten des ID. Polo. Wobei – so einfach ist die Angelegenheit nicht, denn dafür muss wohl eine neue Struktur von Elektrik/Elektronik her.
Der ID. Buzz und das heikle Thema USA
Stichwort ID. Buzz: Laut Unkenrufen ist sein Export in die USA eingestellt worden. Das stimmt, und stimmt doch nicht: Da im abgelaufenen Jahr voraussichtlich lediglich rund 7000 ID. Buzz in Nordamerika abgesetzt wurden – Stichworte Zoll, Wechselkurs, Rückruf – sitzen die amerikanischen VW-Händler noch auf reichlich Autos des Modelljahrgangs 2025. Hintergrund: In den USA läuft der Verkauf ab Vorrat der Händler, nicht als höchst individuell konfigurierte Bestellung mit langem Vorlauf wie in Europa. Daher überspringt VW den aktuellen Modelljahrgang und steigt, so der Plan, mit den 2027er Modellen wieder ein.
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Randolf Unruh
Randolf Unruh
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