Experten-Report Mahle: Vorfahrt für die Elektromobilität
Sie blühen häufig im Verborgenen. Dabei ist Elektromobilität ohne die Entwicklungen der Zulieferer nicht denkbar. Sie schieben E-Mobilität an vielen Stellen an. Aktuelle Beispiele von Mahle, entdeckt im Vorfeld der IAA Transportation.
Schwere Lkw hier, Pkw dort – sie stehen im Mittelpunkt der Schritte zur Elektromobilität. Und die Vans, eingesetzt für Transporte aller Art, im Handwerk, Paketdienst und als Basis für Wohnmobile? Mahle-Chef Arnd Franz über E-Mobilität für Transporter: Sie werden „viel zu wenig beachtet“. Aber er ist sicher: „Da wird viel elektrifiziert werden.“ Klar ist: „Bei den Rennern auf der Strecke ist die Elektrifizierung schwierig.“ Generell stellt Franz fest: „CO2-Neutralität kann nur erreicht werden, wenn man alle Hebel zieht.“ Hier sind einige dieser Hebel von Mahle.
Hier herrscht Hochspannung: DC/DC-Wandler verändert Hochspannung von Elektrofahrzeugen mit 400 oder 800 Volt in die niedrigere Spannung von 12, 24 oder 48 Volt der Bordsysteme. Der DC/DC-Wandler von Mahle leistet nach Bedarf 2,5 bis 4,0 kW, er eignet sich somit für Transporter wie schwere Nutzfahrzeuge. Sein Wirkungsgrad erreicht bis zu 95 Prozent, das bedeutet geringer Energieverlust und somit mehr Reichweite. Die bidirektionale Funktion ermöglicht zum Beispiel die Batteriekonditionierung, ein Vorteil beim Ladeprozess.
Prima Klima: Die Innenraum-Klimatisierung von E-Fahrzeugen zählt zu den Energiefressern – Heizung im Winter und Kühlung im Sommer kosten Energie und reduzieren die Reichweite. Hier setzt Mahle AI Climate Control an, Stichwort künstliche Intelligenz. Das System lernt die individuellen Komfortvorlieben des Fahrers und passt die Klimatisierung entsprechend an. Es kombiniert die persönlichen Klima-Einstellungen mit aktuellen Wetterinformationen und der Innenraumkamera. Sogar die aktuelles Kleidung des Nutzers wird erkannt. Ergebnis: Mahle AI Climate Control regelt die Klimatisierung nach kurzer Eingewöhnungszeit nahezu selbstständig, manuelle Eingriffe werden nahezu überflüssig. Somit vermeidet das System ineffiziente Klimaeinstellungen verringert den Energieverbrauch Ein Vorteil auch für Fahrzeughersteller, deren Kalibrierungsaufwand verringert wird.
Plattenbau: bionische Batteriekühlplatte. Nicht brandneu, aber unverändert faszinierend ist eine ungewöhnliche Batteriekühlplatte von Mahle. Durch natürliche Strömungsmuster hält die bionische Platte die Batterie in ihrem idealen Temperaturzustand zwischen zehn und 40 Grad Celsius. Die Spreizung der Temperatur in der Batterie wird durch einen geschickten Verlauf dr Kühlflüssigkeit um bis zu 50 Prozent gesenkt, Spitzentemperaturen werden vermieden. Das beschleunigt die Aufladung der Batterie, verringert durch die gleichmäßige Temperaturverteilung die Belastung der Zellen und damit deren Alterung. Die Kühleffizienz wächst, das Gewicht sinkt.
Parken und Laden wie von Geisterhand – ein Fall für Transporterflotten? Gelassen und ohne Eingriff des Fahrers navigiert das Auto mit Kamerahilfe durch den Parkplatz, erkennt ein freies Ladesystem, rangiert zentimetergenau über die Ladeplatte, verbindet sich mit der Infrastruktur und startet den Ladevorgang mit 11 kW Leistung. Eine beeindruckende Vorführung, hier mit einem Pkw, aber man könnte sich viel besser ein Rudel Transporter auf dem Betriebshof vorstellen. Induktives Laden wird erst mit dem autonomen Park- und Ladesystem von Mahle zum Vergnügen. Ohne Ladesäulen, ohne Kabelsalat und ohne krumm und schief parkende Fahrzeuge auf dem Betriebshof. Mahle nennt für das induktive Laden einen Wirkungsgrad von mehr als 92 Prozent und realen Bedingungen, auch nicht ohne.
Klein aber oho: die Mahle small Box, die laut Hersteller kleinste Wallbox der Welt. So funktioniert’s: Die Lade-Architektur wird separat zentralisiert, als Leitung zur superschlanken Wallbox genügt ein Kupferkabel, der Aufwand für die Installation halbiert sich. Pro Ladesäule sind ein oder zwei Anschlüsse möglich, die Ladeleistung beläuft sich auf maximal 22 kW. Zur Infrastruktur gehört ein Lastmanagement, dass die Strommenge verteilt. Der Aufbau ist modular und skalierbar, sprich erweiterungsfähig. Integriert ist ein Kartenleser, er akzeptiert auch Kreditkarten. Die Abrechnung entspricht dem Eichrecht. Ein Fall für den Betriebshof von Flotten.
Dazu passt eine mobile Ergänzung, eine Station ähnlich einem Baustromverteiler. Angeschlossen an 400 Volt, mit vier Ladepunkten, jeweils bis zu 22 kW Ladeleistung. Auch hier wird korrekt über einen integrierten Kartenleser abgerechnet. Ein Fall zum Beispiel für die temporäre Versorgung elektrisch angetriebener Transporter auf großen Baustellen.
Frischluft-Schneise: Schafwolle-Filter Care-Metix Natural
Frischluft-Schneise, mal abseits der E-Mobilität: Mahle Care-Metix Natural: Innenraumfilter mit Schafwolle. Bessere Luftqualität an Bord, weniger Kunststoffe, lange Lebensdauer, hohe Effizienz dank geringem Luftwiderstand – was die NASA verwendet, nutzt jetzt auch Mahle für Innenraum-Luftfilter. Schafwolle gewährleistet hohe Filterleistung und ist ein, wer hätte es gedacht, nachwachsender Rohstoff. Der Filter sichert, so Mahle, eine hervorragende Luftqualität, indem er Partikel und Schadstoffe fernhält, organische Verbindungen reduziert und für saubere geruchsfreie Luft im Fahrzeuginneren sorgt.
Rettungswagen für Fuhrparks: Mahle Mobile Workshop
Rettungswagen für Fuhrparks. Das ist der aktuelle Service-Trend: Der Kunde fährt nicht mehr umständlich in die Werkstatt, jetzt fährt der Monteur hinaus, das reduziert Ausfallzeiten. Bei Mahle heißt dies Mobile Workshop und besteht aus einem umfangreich ausgerüsteten Transporter für Werkstätten, hier dargestellt anhand eines Ford Transit Custom. Die Ausstattung kann individuell zusammengestellt werden, in diesem Fall zusammen mit Bott. Gedacht ist unter anderem an Ölwechsel, Wartungsarbeiten, Bremsenservice, Reparaturen im Innenraum sowie Diagnosen und Software-Updates. Für E-Fahrzeuge rüstet Mahle seine rollende Werkstatt mit Gerätschaften zur Batteriediagnose und Batterie-Instandhaltung aus. Die Werkstatt kann den Mobile Workshop komplett bei Mahle leasen.
Große Reichweite: Range-Extender für die Schweren
Große Reichweite: Wie kann die Elektrifizierung von schweren Lkw vorangetrieben werden? Dazu hat sich Mahle einen Range Extender einfallen lassen. Was er kann steht hier auf der Homepage von www.vanexperten.de bei www.truckexperten.de
Hier geht’s zu einem weiteren Könner unter den Zulieferern und dessen Leistungen:
Experten-Report Schaeffler: Elektromobilität – so geht’s voran
Randolf Unruh
Randolf Unruh
Randolf Unruh
Randolf Unruh
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