Opes Solar Mobility: Sprit sparen mit neuen Solarplatten

von | 30. Oktober 2025

Opes Solar Mobility

Transporter und Wohnmobile mit innovativen Solarplatten.

Deutlich weniger Kraftstoffverbrauch mit Solar auf dem Dach? Opes Solar Mobility: Sprit sparen mit innovativen Solarplatten.

Geht doch: Fertigung von Hightech-Solarmodulen in Deutschland. Sagt jedenfalls Opes Solar Mobility und hat eine neue Fabrik in Zwenkau vor den Toren Leipzigs eröffnet. Für Solarmodule, die mehr können, auch auf dem Dach von Transportern.

Matrix-Architektur erhöht den Wirkungsgrad

Mehr als 12 000 Quadratmeter große Produktionshalle, innovative Fertigungstechnik, 120 Arbeitsplätze, das ist der Stand. Die Solarmodule namens „O.Motion“ sind, so Opes, besonders für Nutz- und Freizeitfahrzeuge geeignet. Sie können sowohl in Diesel- als auch in Elektrofahrzeugen elektrische Verbraucher mit Solarstrom versorgen. Somit steigern sie deren Reichweite und erhöhen die Lebensdauer der Batterien. Opes hat sie zusammen mit zwei Fraunhofer Instituten entwickelt.

Und so funktioniert’s. Opes Solar Mobility spricht von Matrix-Architektur für die Fahrzeug-Solarmodule O.Motion. Dahinter steckt eine besondere Verschaltung der Solarzellen: Sie sind in einem netzartigen Raster miteinander verbunden. Dadurch bleiben auch dann viele Zellen aktiv, wenn einzelne Bereiche – etwa durch Dachaufbauten, Schatten oder Schmutz – verdeckt sind. Die Zellverschaltung verzichtet zudem vollständig auf klassische Lötbändchen und nutzt stattdessen einen hochleitfähigen Spezialklebstoff zur elektrischen Kontaktierung.

Die Module sind, so Opes, besonders widerstandsfähig gegenüber den typischen Vibrationen und Stößen, wie sie unterwegs in Fahrzeugen auftreten.

Zehn bis 15 Prozent Kraftstoff sparen mit Solarmodulen

Die Ziele sind ambitioniert. Bereits kleinere Transporter der Zwei-Tonnen-Klasse, die mit 800 Watt Solarleistung ausgestattet sind, sparen laut Opes in der Praxis bis zu neun Prozent Kraftstoff. Das Fraunhofer Institute für Solare Energiesysteme ISE holt ganz weit aus: Es schätzt das technische Potential von Solarmodulen für Nutzfahrzeuge in der EU auf 70 Gigawatt, das entspricht zirka sechs Millionen Lastwagen und 30 Millionen Transportern. Das durchschnittliche Einsparpotenzial pro Fahrzeug liegt bei zehn bis 15 Prozent der CO2-Emissionen.

Opes liefert die Module O.Motion aus der neuen Fabrik zum Start an mehr als 15 Partner und Kunden aus Europa, Afrika und Südamerika. Sie werden in Wohnmobile, Kühlauflieger, Linienbusse und Lkw-Kabinen integriert.

Campervan-Hersteller Westfalia nutzt bereits jetzt für Opes-Module einfacherer Bauart zum Beispiel für integrierte Solarmodule auf dem Ford Nugget. Sie sollen perspektivisch auf O.Motion umgestellt werden. Kühlaufbauten für Transporter sind ebenfalls im Fokus, ebenso Service-Vans für den Betrieb von Werkzeug.

 

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