MAN TGE: neue Spitzenmotorisierung, vielseitige Aufbauten
MAN-Termine sind stets Fahrtermine, da geht der Tester auf Entdeckungsreise. MAN TGE: neue Spitzenmotorisierung, vielseitige Aufbauten.
Die IAA Transportation rückt näher. Wie wär’s mit einer neuen Leistungsvariante für den TGE mit Hinterradantrieb und Aufbauten aller Art? Bei MAN gibt es stets spannende Transportervarianten zu entdecken.
Neue Leistungsvariante für den TGE mit Hinterradantrieb
Ein MAN mit Frontantrieb und exklusiver Leistungssteigerung auf 149 kW (202 PS)? Feine Sache, kennen wir. Jetzt folgt eine Ausführung für die schwereren Kaliber mit Hinterradantrieb. Das heißt 140 kW (190 PS) statt bislang maximal 120 kW (163 PS) erneut entstanden in Zusammenarbeit mit Autoveredler Abt. Exklusiv bedeutet sortenrein MAN, der Zwilling VW Crafter verzichtet.
Lieferbar ist der Zusatzschub durch die Spezialabteilung MAN Individual für sämtliche Ausführungen und ein Thema für Branchen mit Ansprüchen wie den Bau, Einsätze mit Anhänger, die Blaulicht-Fraktion und auch Reisemobile. Eingehüllt in eine Werksgarantie von MAN, versteht sich. Die Kombination fährt sich unspektakulär und souverän, einfach stark. So wünscht man sich das, vor allem im gewerblichen Einsatz. Hier eingebaut in einen auf Anhieb eher unscheinbaren weißer Kippen – der eifrige Aufbauer Schoon möge die Formulierung verzeihen – der handfesten Sorte für Bau, Handwerk und Kommunen. Die Typenbezeichnung TGE 3.190 sollte man sich merken.
TGE-Dreiachser als Alternative zum Lkw
In die Irre führt dagegen die Typenbezeichnung TGE 5.160 bei einem spektakulären, grellgelb lackierten Autotransporter aus der Verbindung mit Aufbauer Ackermann. Die Allgäuer setzen an ein Fünftonner-Fahrgestell mit Hinterradantrieb und Zwillingsbereifung eine dritte Achse an. Macht rund 8,5 Meter Länge, 7,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse und bis zu 3,6 Tonnen Nutzlast, sie sucht ihresgleichen. Die Kombination könnte glatt einen klassischen MAN TGE huckepack nehmen. Die dritte Achse trägt 2,8 Tonnen, das ergibt zusammen mit Vorderachse (2,2 Tonnen) und der zwillingsbereiften zweiten Achse (3,2 Tonnen) angemessene Reserven. Das MAN-Fahrgestell rollt auf 17-Zoll-Rädern, Ackermann macht’s mit 16 Zoll eine Nummer kleiner.
Da die Achse fest montiert ist, hat man’s nicht mit einer Fahrzeugkombination, sondern mit einem Komplettfahrzeug zu tun, das daher nicht unter das Wochenend-Fahrverbot fällt. Und wer keine Autos transportiert, sondern alle denkbaren weiteren Güter, bekommt den Dreiachser auch als Pritschenwagen, Kipper oder Kühler. Den Lulatsch gibt’s ebenfalls auf Basis der TGE-Doppelkabine. Wie er sich fährt? Im Vergleich zum klassischen 7,5-Tonner-Lkw vom Schlage TGL entfällt hier die Kraxelei ins Fahrerhaus, ohne Fracht liegt der Dreiachser stramm aber nicht übermäßig hart. Dank starrer dritter Achse rollt die Fuhre unerschütterlich geradeaus und ist, klar, nicht unbedingt gelenkig. Auch der Riesen-TGE wäre ein typischer Fall für die Leistungssteigerung von MAN Individual.
Der Brot-und-Butter-TGE mit Koffer
Eher unscheinbar wirkt im Vergleich ein weißer TGE mit Kofferaufbau. Sparsam ausgestattet vorn mit einem Schaltgetriebe, oben mit Dachspoiler und hinten mit einem Junge-Koffer von rund 18 Kubikmeter Volumen. Dazu eine leichte Ladebordwand Typ Bär Cargolift mit lediglich zwei Hubzylindern. Als Fronttriebler mit 103 kW (140 PS) eher dezent, aber für einen 3,5-Tonner völlig ausreichend motorisiert. Der Antritt ist nicht mal ohne, das Fahrgestell recht komfortabel. Ein Brot-und-Butter-Transporter, ein schlichter Macher, über dessen Erwerb man nicht groß nachgrübeln muss.
Und sonst so? Nur Geduld, da kommt noch mehr zum TGE…
Mehr zum TGE gibt es unter anderem hier:
MAN TGE mit Kofferaufbau von Schutz: Experten-Fahrbericht
Experten-Test: MAN TGE mit Meiller-Kipper
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Randolf Unruh 





