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VW Crafter/MAN TGE: neues Cockpit, neue Assistenten

von | 7. November 2023

VW

VW Crafter/MAN TGE ab Mai 2024: komplett neue Instrumente und Bedienung.

VW und MAN frischen die Zwillingsbrüder Crafter und TGE auf. Es geht um die inneren Werte

Neue Vorschriften führen bei VW Crafter/MAN TGE zu einer anderen Elektrik/Elektronik, zu neuen Assistenzsystemen, zu einer neuen Instrumentierung und zu einem aufgeräumten Cockpit. Los geht’s im Mai 2024, bestellbar sind beide schon früher.

Neues Lenkrad, neue Instrumente, neuer Monitor

Hereinspaziert: Der Schlüssel der großen Transporter VW Crafter und MAN TGE bleibt künftig sowohl zum Entriegeln des Türschlosses als auch zum Start der Maschine in der Hosentasche. Nach Zündung ein fällt der Blick auf digitale Instrumente mit individuell wählbaren Ansichten und Informationen anstelle der analogen Uhren. Die Hände liegen auf einem neuen Multifunktionslenkrad, zum Glück weiterhin mit griffigen Tasten ausgestattet statt mit den modischen Touchflächen.

In der Mitte der Instrumententafel von VW Crafter/MAN TGE  baut sich freistehend ein Monitor auf. Abhängig von der Ausstattung im Format 10,3 oder 12,9 Zoll auf. Er verfügt über zwei Bedienleisten. Der unteren Leiste sind die bisherigen praktischen Drehregler der Klimatisierung zum Opfer gefallen. Aber es gibt Direktwahltasten und die virtuellen Schieberegler – im VW-Sprech als „Slider“ bekannt – für Innenraumtemperatur und Radiolautstärke sind immerhin beleuchtet. Drumherum haben die Innenarchitekten Lüftungsdüsen und Tasten für Zusatzfunktionen neu sortiert.

Viele neue Assistenzsysteme

Unter den neuen Oberflächen versteckt sich eine Vielzahl neuer Assistenzsysteme. Die schweren Brocken oberhalb von 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse erhalten serienmäßig einen Totwinkelassistenten, den Abbiege-Assistenten und ein Überwachungssystem für den Raum unmittelbar vor dem Transporter. Das entspricht den gesetzlichen Vorgaben für höhere Gewichtsklassen ab Juli 2024. Die leichteren Ausführungen bekommen diese Helfer auf Wunsch. Aber auch sie bringen bereits Notbrems- und Spurhalte-Assistenten, Verkehrszeichenerkennung, Geschwindigkeitsbegrenzer und eine akustische Einparkhilfe mit. Wer Distanz- und Spurhalteregelung im „Travel Assist“ bündelt, wagt einen Schritt in Richtung autonomes Fahren.

Die Entwickler haben die Gelegenheit genutzt, um das Cockpit von Crafter und TGE weiter aufzuräumen. Zwischen Instrumenten und Monitor haben sie die Taste der neuen elektronischen Feststellbremse platziert. Das schafft Platz im Fahrerhaus und erleichtert – zum Beispiel bei Reisemobilen den Einbau von Drehsitzen und den Durchgang in den Fond. Bei den Modellen mit Automatikgetriebe tritt an die Stelle des klobigen Wählhebels ein knubbeliger Lenkstockhebel. Daher stecken die Funktionen des Scheibenwischers im Blinkerhebel. Die Konsole des früheren Wählhebels dient dann als Flaschenhalter. Stichwort Automatik: Crafter und TGE mit Hinterradantrieb erhalten eine neue Achtgang-Wandlerautomatik.

TGE: neue Spitzenmotorisierung

Die Dieselmotoren von VW Crafter und MAN TGE dagegen bleiben, das Leistungsspektrum reicht von 103 kW (140 PS) über 120 kW (163 PS) bis 130 kW (177 PS). MAN gönnt dem TGE in Zusammenarbeit mit Autoveredler Abt eine weitere Ausführung mit 149 kW (202 PS).

Indes werden die Zulassungsvarianten nach Light Duty (Pkw-Messung von Verbrauch und Emissionen nach Euro 6) und Heavy Duty (Lkw-Messung, Euro VI) neu sortiert. Schluss ist auf längere Zeit für die elektrisch angetriebenen Modelle. Sie basierten noch auf der E-Variante des früheren VW Golf, für große Transporter kaum tauglich. Daher setzen VW und MAN in diesem Punkt auf eine große Lösung, vermutlich 2026/2027.

Ob altes oder neues Modell – es ist VW Crafter und MAN TGE äußerlich kaum anzumerken. Einzig der Vorderwagen ändert sich minimal, denn hier müssen Sensoren für weitere Assistenzsysteme untergebracht werden. Neue Vorschriften müssen nicht zu einem anderen Design führen.

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