THG-Prämie für E-Transporter: jetzt Geld für 2026 sichern

von | 12. Oktober 2026

Fix bis zum Monatsende anmelden und Geld kassieren. THG-Prämie für E-Transporter: jetzt Geld für 2026 sichern.
Randolf Unruh

E-Transporter fahren dank THG-Prämie viel günstiger – jetzt schnell beantragen!

Sie ist bei vielen Transporter-Profis immer noch unbekannt: Mit der THG-Prämie kann man Stromkosten für E-Transporter auf null reduzieren. Oder sogar Geld verdienen. Wer 2026 noch kassieren will, muss bis zum 31. Oktober ran – es ist ganz einfach.

THG-Quote – was ist das eigentlich?

Mit der THG-Prämie nehmen Eigner von E-Fahrzeugen ganz unkompliziert am Emissionshandel teil. Das ist der Hintergrund: Bringen Unternehmen fossile Brennstoffe wie Diesel oder Benzin in Umlauf, müssen sie eine Treibhausgas­-Minderungsquote abführen, kurz THG-Quote genannt. Sie wird auf Antrag an die Halter von E-Fahrzeugen ausgeschüttet. Anders formuliert: Halter von E-Fahrzeugen verkaufen eingesparte Emissionen an Mineralölkonzerne. Die Quote wird jährlich neu vom Umweltbundesamt berechnet. Ihr Anteil steigt fortlaufend.

THG-Prämie – das bringt sie

Damit nicht jeder Halter eines E-Fahrzeugs einzeln mit Behörden in Kontakt treten muss, bündeln zahlreiche Institutionen und Unternehmen die Anträge. Da dies ein Geschäftsmodell ist, unterscheiden sich die Prämien zum Teil deutlich voneinander. Für das Jahr 2026 liegen sie bei etwa 350 bis 400 Euro für E-Modelle bis 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse, egal ob Zulassung als Pkw oder Lkw. Richtig spannend ist es für schwere E-Transporter oberhalb von 3,5 Tonnen, denn in dieser Gewichtsklasse verzehnfacht sich die THG-Prämie zurzeit auf etwa 3000 bis 3500 Euro im Jahr.

Eine kleine Überschlagsrechnung: 350 Euro entsprechen je nach Bezugsvertrag für den E-Transporter etwa 1000 kWh Strom. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 25 kWh pro 100 Kilometer bedeutet dies kostenlose Energie für rund 4000 Kilometer. Das nähert sich der Jahresfahrleistung von lokal eingesetzten Handwerker-Transportern. Noch dramatischer wird’s bei schweren E-Transportern oberhalb von 3,5 Tonnen: Dank der etwa zehnfach höheren THG-Prämie fahren sie im Jahr nicht nur kostenfrei, sie streichen je nach Fahrleistung sogar einen ansehnlichen Gewinn ein.

THG-Prämie – so kommen Sie ans Geld

Zurzeit wichtig: Ein Antrag auf die THG-Quote ist im laufenden Jahr immer nur bis zum 31. Oktober möglich, denn, so meldet es Energieversorger EnBW, das Umweltbundesamt nimmt Anträge nur bis zum 15. November entgegen.

So funktioniert’s: Unternehmen im Internet aussuchen und dort registrieren, Beispiel EnBW: Formular ausfüllen, Fahrzeugschein hochladen, Prämie beantragen. Die Zahl der Fahrzeuge spielt keine Rolle. Wichtig: Antragsteller und registrierte Person müssen übereinstimmen. Der Antragsteller muss als Halter im Fahrzeugschein eingetragen sein. Die THG-Quote für Elektroautos können auch Leasingnehmer erhalten, sofern sie als Halter im Fahrzeugschein eingetragen sind.

Tipp für die Auswahl: Anbieter offerieren auch Abo-Modelle, das spart den jährlichen Antrag. Indes droht dann die Gefahr, dass Fahrzeughalter nicht von den möglichen Steigerungen der Prämie profitieren.

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