Doppeljubiläum MAN TGE: zehn Jahre, 200 000 Transporter
2016 präsentiert, inzwischen längst eine Erfolgsgeschichte. Doppeljubiläum MAN TGE: zehn Jahre, 200 000 Transporter.
Rote Teppiche werden Transportern selten ausgerollt. Sie sind schließlich Arbeiter, keine Showcars. Aber wenn eine Lkw-Marke wie MAN völlig neu in dieses Segment hineinstartet und jetzt ein doppeltes Jubiläum feiert, dann hat der rote Teppich seinen Sinn.
Kompakter MAN mit beachtlichen Stückzahlen
Um mal die Größenverhältnisse ins rechte Licht zu rücken: Zwei Liter Hubraum – das reicht bei klassischen Lkw-Motoren von MAN gerade mal für einen Zylinder. Beim großen Transporter TGE genügt zwei Liter für vier Zylinder und eine komplette Maschine. Inzwischen fährt der Kleine seinen großen Geschwistern davon: Mit mehr als 30 000 Einheiten im Jahr und fortwährendem Wachstum entwickelt sich der Zwillingsbruder des VW Crafter zum Stückzahlkönig im MAN-Programm.
Für die ersten 100 000 TGE benötigte MAN mehr als sechs Jahre, für die zweiten 100 000 Transporter nur noch die halbe Zeit. War zwischen VW und MAN ursprünglich eine Relation von 80:20 vorgesehen, so liegt sie inzwischen etwa bei 70:30 – was beileibe nicht an einem Misserfolg des VW liegt. Wobei, auch das gehört dazu, 200 000 Transporter in zehn Jahren sind auf den ersten Blick keine Sensation, das erreichen klassische Hersteller in diesem Segment in einem Bruchteil der Zeit. Für einen Lkw-Hersteller ohne breites Vertriebsnetz aber ist es mehr als ein Achtungserfolg. Auch stimmt die Konzernbilanz mit insgesamt von VW und MAN im Jahr.100 000 großen Transportern
Zahlreiche Einrechnungsmodelle, offenes Ohr für Aufbauer
MAN-Vorteil: Als Lkw-Hersteller hat man die Szene der Aufbauer gut im Blick und ein offenes Ohr für Auf-, Ein- und Umbauten. Das zeigt sich in einer ganzen Flotte von Einrechnungs-Fahrzeugen. In maßgenauen Modellen wie etwa Kastenwagen mit Aufstelldach, vorbereiteter Elektrik und passenden Fenstern für Campervans. Und sogar mutig in individuellen Spitzenmotorisierungen in Zusammenarbeit mit Veredler Abt. Stichwort Veredelung: Hier hat MAN Individual jüngst nochmals kräftig nachgelegt.
Und wie sieht der typische MAN TGE aus, wenn es ihn denn überhaupt gibt? Seit Start der Fertigung im Werk Wrzesnia in Polen entfielen 71 Prozent auf Kastenwagen, 21 Prozent auf Fahrgestelle mit Einzelkabine und acht Prozent Doppelkabinen. Bei den Getrieben liegt die Automatik mit 53 Prozent vorn. Wenig überraschend sind die Bestseller der Lackierung: Weiß vor Graumetallic und Silbermetallic. Über den roten Teppich rollte als Jubiläumsmodell ein MAN TGE 5.160 als Fahrgestell mit Hinterradantrieb und Automatik.
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