Kia PBV: Was die Koreaner mit Transportern vorhaben

von | 14. April 2026

Kia

PBV-Flotte: Der Kleinste ist gestrichen, dafür kommt ein großer PV9 hinzu.

Komplette E-Modellpalette inklusive Pickup, ansehnliche Stückzahlen. Kia PBV: Was die Koreaner mit Transportern vorhaben.

Kia gehört zurzeit in der Transporterszene zu den prickelndsten Marken. Unter dem Kürzel PBV (Platform Beyond Vehicle) versammeln sie ihre künftige, vollelektrisch angetriebene Transporterflotte. Was die Koreaner bis 2030 vorhaben, das haben sie dieser Tage im Rahmen einer Investorenkonferenz verraten.

Transporter-Ziele 2030: drei Modelle, 40 Varianten ab Werk

Das ist konsequent: Offensichtlich orientieren sich die Modellbezeichnungen der Kia-Transporter neben der Fahrzeuggröße auch an den Jahreszahlen der Modelleinführung. Kia PV5 im Jahr 2025, der PV7 folgt 2027, logische Folge ist der Kia PV9 im Jahr 2029. Auf der IAA Transportation im kommenden Herbst werden die Besucher voraussichtlich einen Blick auf den PV7 werfen können. Durchs Raster gefallen sind offensichtlich Mikro-Transporter wie ein PV1, davon ist nicht mehr die Rede.

In den ersten Monaten seiner Einführung 2025 verkaufte Kia 8500 Einheiten des frischen PV5, in diesem Jahr sollen es bereits 54 000 werden. Auch wegen einer ständig wachsenden Modellpalette. Der Kia PV5 ist inzwischen in diversen Varianten als Kastenwagen Cargo, der Kastenwagen-Doppelkabine Crew Van, dem Minibus namens Passenger sowie als Fahrgestell verfügbar, im Laufe des Jahres folgen eine Kurzausführung und das Modell mit Hochdach.

Zusätzlich kündigt Kia gleich sieben Umbauten aus einer Hand an, darunter eine Variante namens Prime, Campervans in zwei Ausführungen sowie Pritsche, Koffer und Kühlkoffer auf Basis des Fahrgestells. In unmittelbarer Nähe des neuen Transporterwerks in Korea richtet Kia ein Zentrum für werksseitige Auf- und Umbauten ein. Die gesamte Flotte über alle drei Modellreihen hinweg soll im Endstadium mit mehr als 40 verschiedenen Karosserievarianten sowie Auf- und Ausbauten angeboten werden.

Viel mehr als ein Transporter

Über Transporter hinaus arbeitet Kia an Flottenmanagementsystemen und Komplettangeboten für Finanzierung, Wartung, Versicherung und das Thema Aufladung der durchweg vollelektrisch angetriebenen PBV-Flotte. In diesem Zusammenhang ist auch von Servicethemen die Rede, gestützt durch Experten und sogenannte PBV-Master, einer Betreuung rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche damit Transporter-Eigner ungestört ihren täglichen Geschäften nachgehen können.

Darüber hinaus will sich der Mutterkonzern Hyundai Motor Group auch Logistikthemen annehmen, zum Beispiel mit Robotersystemen von Boston Dynamics. Sie sollen im Verbund mit den größeren Transportern PV7 und PV9 arbeiten, wenn es um die bekannte „letzte Meile“ geht..

Ziel 2030: 232 000 vollelektrische Transporter, E-Pickup

Das ambitionierte Ziel: Im Jahr 2030 will Kia weltweit insgesamt 4,13 Millionen Fahrzeuge verkaufen (2026: 3,35 Millionen), darunter 1,1 Millionen Einheiten vollelektrisch angetrieben. Mit 232 000 Einheiten soll fast ein Viertel davon auf das Trio PV5, PV7 und PV9 entfallen.

Kia hat im Segment der leichten Nutzfahrzeuge noch einen weiteren Pfeil im Köcher, den 2025 vorgestellten Pickup Tasman. Er erfüllt klassische Wünsche an dieses Fahrzeugsegment: Hinterrad- oder Allradantrieb, rund eine Tonne Nutzlast und 3,5 Tonnen Anhängelast, Diesel- und Benzinmotoren, Schaltgetriebe und Automatik. Gezielt ist der Tasman auf Asien und Australien. Dabei bleibt es nicht: Bis 2030 will die Marke einen Pickup mit stämmiger Leiterrahmen-Konstruktion sowie vollelektrischem Antrieb und auch einem Range Extender entwickeln. Mit diesem Modell blickt die Marke vorzugsweise nach Nordamerika.

Und hier ist der Test des Kia PV5 Cargo:
Experten-Test: Kia PV5 Cargo

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