Flynt eLCV: eine tolle Kiste?

von | 7. Mai 2025

Flynt

Ein echter Kasten-Wagen: vollelektrisch angetriebener Flynt.

Entworfen in Europa, entwickelt und gefertigt in China, Start 2026 im Segment der 3,5-Tonner. Flynt eLCV: eine tolle Kiste?

So kann’s funktionieren, wenn’s schnell gehen soll und kein riesiger Rucksack an Werken, Modellen und Tradition drückt: Flynt ist ein europäisches Fabrikat mit Sitz in den Niederlanden, überwiegend deutschem Management und nutzt Entwicklung sowie Fertigung in China. Ergebnis ist ein 3,5-Tonner der anderen Art. Der Prototyp geht ab Sommer 2025 auf Test- und Vorführfahrten in Europa. Im Sommer 2026 soll der Vertrieb in Europa beginnen.

Kantige Karosserie, hochwertige E-Plattform

Quadratisch, praktisch – und hoffentlich auch gut: Das Exterieur des Flynt erinnert an die bekannte Schokoladen-Werbung. Oder an einfache Bausätze aus Pappe. Ganz und gar nicht von Pappe ist indes, was unter der Karosserie steckt. Da wäre ein E-Antrieb noch unbekannter Leistung, Flynt will den Großtransporter wahlweise mit Front- oder Hinterradantrieb sowie sogar mit Allradantrieb ausstatten. Von einer aufwendigen 800-Volt-Struktur für flottes Laden mit bis zu 220 kW ist die Rede, einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 100 kWh. Versprochen wird ein WLTP-Verbrauch von lediglich 20 kWh als 3,5-Tonner und bis zu 500 Kilometer Reichweite, das wäre ein Ding. Basis dafür sind unter anderem eine stromsparende Wärmepumpe sowie eine trotz Kastenform strömungsgünstige Karosserie.

Sie basiert auf einem Baukastensystem aus drei Längen und vier Höhen und soll 8,7 bis 16,5 Kubikmeter Ladevolumen und maximal 1,6 Tonnen Nutzlast bieten. Der extrem kurze Überhang vorn ist typisch für maßgeschneiderte E-Transporter und Voraussetzung für eine sehr gute Raumausnutzung. Die seitliche Schiebetür ist mindestens 1200 Millimeter breit, die Ladehöhe soll höchstens 500 Millimeter betragen. Angesichts der maximalen Abmessungen fällt der Wendekreis mit 12,6 Metern knapp aus. Das Interieur ist so sachlich wie das Außendesign gestaltet. Im Mittelpunkt stehen Monitore für Instrumente (Format 8,8 Zoll) und ein Touchscreen für weitere Funktionen (12,8 Zoll) rund um den Transport.

Flynt will mit seinem Transporter zahlreiche Segmente abdecken. Die Spanne reicht vom Zustellfahrzeug für die letzte Meile über generelle Transporte bis zum Basisfahrzeug für Campervans. Zeichnungen des Unterbaus zeigen eine McPherson-Vorderachse inklusive kompakter Antriebseinheit sowie eine starre blattgefederte Hinterachse mit Zusatz-Luftfeder.

Zusammenarbeit und Fertigung mit chinesischen Partnern

Flynt, um große Wort nicht verlegen, verspricht mit seinem internationalen Ansatz führende Kosten für E-Plattform, Batterien und Antrieb, eine fortschrittliche Digitalarchitektur des Software-definierten Transporters sowie eine herausragende Produktqualität. Als Basis für all dies nennt Flynt die Zusammenarbeit mit seinen chinesischen Partnern, dem Automobilriesen GAC (Guangzhou Automobile Group) und dessen Tochterunternehmen Miracomotor als Entwickler der maßgeschneiderten E-Plattform. In China wird der Flynt eLCV dann folgerichtig auch gefertigt.

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