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Bürstner kehrt zurück: wieder mehr Wohnmobile und Campervans

von | 10. Juli 2026

Michel le Rauber/Bürstner

Faire Preise: Bürstner Papillon.

Bürstner hat wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Bürstner kehrt zurück: wieder mehr Wohnmobile und Campervans

Das war ein Ding: Vor einem Jahr strich Bürstner sein Programm radikal um rund ein Dutzend Modellreihen zusammen. Jetzt fielen auch noch die Caravans dem Streichkonzert zum Opfer. Jedoch geht es bei Wohnmobilen Campervans mit vorsichtigen Schritten wieder vorwärts. Und da kommt noch mehr.

Weit weniger Modelle, aber deutlich mehr Aufträge

Erheblich mehr Aufträge im Vergleich zum Vorjahr, aktuell Auslastung der Fertigung bis zum März 2027 – Bürstner-Geschäftsführer Hubert Brandl blickt zufrieden auf seine Radikalkur mit Bürstner zurück. Deshalb gibt es zum Modelljahr 2027 eher einen vorsichtigen Feinschliff und eine dezente Erweiterung der unverändert straffen Modellpalette. Sie zeichnet sich weiterhin durch attraktive Preise aus – da hilft eine rationelle Fertigung mit beschränkter Auswahl.

Günstigmodell Papillon aufgewertet

Furore machte Bürstner vor einem Jahr mit dem neuem Günstig-Campervan Papillon, einem kompakten, sechs Meter langen Modell mit Querbett auf Basis des Citroen Jumper. Allerdings war nicht jeder glücklich über die Aufpreispolitik mit ihrer Paketstruktur. Sie trieb den realen Preis deutlich in die Höhe. Daher hat die Marke das Angebot komplett überarbeitet.

Das Basismodell fährt nun unter anderem mit Lithium-Bordbatterie, Drehkonsole der Vordersitze, Auszug für eine Kühlbox dieselbetriebener Heizung, Ambientebeleuchtung und Vorbereitung für einen Gaskocher vor – zum fairen Preis von 43 999 Euro. An Bord sind außerdem Klimaanlage, Induktions-Kochfeld. An die Stelle von teuren Paketen treten nun Einzelextras, zum Beispiel für unverzichtbare Dinge wie Toilette, Fahrerhaus-Verdunkelung oder Kühlbox/Kühlschrank. Der Preis ist insofern beachtlich, weil zusätzlich vorgeschriebene Assistenzsysteme generell die Basisfahrzeuge der Wohnmobil- und Campervan-Branche verteuern.

Was sonst noch geschieht

Das teilintegrierte Modell Bürstner B66 erhält auf Wunsch eine dieselbetriebene Heizung und ein Skyroof über dem Fahrerhaus. Der gleichnamige Campervan hat, so Brandl, „alle Erwartungen übertroffen“ und liegt „100 Prozent über Plan“. Auch hier gibt’s nun optional eine Dieselheizung und zusätzliche Modelle mit Einzelbetten.

Beim feinen teilintegrierten Signature mit Genen von der Konzernschwester Niesmann + Bischoff – Geschäftsführer nicht ganz zufällig ebenfalls der hemdsärmelige Hubert Brandl – setzt Bürstner auf das zusätzliche Modell SMT auf Mercedes Sprinter. Denn, so Brandl, „die Nachfrage nach Mercedes-Benz ist riesig“. Sämtliche Signature-Modelle sind nun komplett gasfrei lieferbar, auf Wunsch unterstützt durch ein Autarkiepaket.

Was noch kommt

Und da kommt noch mehr. Zum Caravan-Salon Ende August wird Bürstner die Campervan-Baureihe Habiton weiter ausbauen, mehr wird noch nicht verraten. Ebenso kündigt Geschäftsführer Hubert Brandl „was ziemlich Cooles“ für das kommende Frühjahr an, mit Premiere auf der Messe CMT im Januar 2027. In der Pipeline sind ebenfalls wieder integrierte Wohnmobile, da aber wartet Bürstner die anstehenden Modellwechsel der großen Transporter von Mercedes und Stellantis ab.

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