Renault Niagara: Pickup mal anders für Südamerika
Vergleichsweise kompakt und leicht sowie richtig schick. Renault Niagara: Pickup mal anders für Südamerika.
Renault verlegt die Niagara-Fälle nach Argentinien: Dort wird der gleichnamige Pickup gebaut. Er ist eine kompakte Alternative zu den anderswo verbreiteten großen Kalibern.
Aus Südamerika und für Südamerika
Jetzt werden Pickup-Puristen die Nase rümpfen: In Nordamerika sind die Pritschenwagen riesengroß, in Asien und Europa halbstark, in Südamerika gerne vergleichsweise kompakt. In dieses Raster fügt sich der neue Renault Niagara ein, aus Südamerika und für Südamerika gedacht. Hauptzielmärkte für den Niagara sind Brasilien, Argentinien und Kolumbien.
Der Renault Niagara misst in der Länge knapp fünf Meter und trägt eine dreiviertel Tonne Fracht, verzurrt an acht Ösen. Ziehen darf er mit 710 Kilogramm nochmals etwa das gleiche Gewicht.
Schicke Verpackung, Auftritt eher mild als wild
Bereits seine Verpackung zeigt, dass der Renault Niagara nicht allein als Lastesel gedacht ist. Zwar trägt er die Nase hoch, doch die schnittige C-Säule im Verein mit hohen Bordwänden erinnert an ein SUV. Zu diesem eher milden als wilden Auftritt passt die Mehrlenker-Hinterachse, das legt ein Pkw-ähnliches Fahrverhalten nahe.
Ungewöhnlich ist die Einrichtung. Das Cockpit wirkt zivil und gepflegt auf Pkw-Niveau. Die Rücksitzbank lässt sich um 25 Grad nach hinten neigen. Hinter ihr verbirgt sich eine zusätzliche und vor Blicken geschützte Ablage.
Kleine Maschine, variabler Allradantrieb
Nichts für Puristen ist auch die Maschine, ein 1,3-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung. Er wird je nach Absatzland mit Benzin oder dem Bio-Ethanol namens Flex Fuel betrieben. Seine Leistung beläuft sich in der Ausführung mit Frontantrieb auf 115 kW (156 PS), als 4×4 sind es 120 kW (160 PS), jeweils 270 Nm Drehmoment.
Wahlweise gibt es ein Schalt- oder ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen. Der Fahrer kann den Antrieb mit einem halben Dutzend Fahrmodi an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen.
Unter normalen Bedingungen wird die Antriebskraft auf die Vorderräder übertragen. Bei Traktionsverlust wird die Hinterachse eingebunden. In besonders anspruchsvollen Situationen verteilt der Renault Niagara das Drehmoment gleichmäßig zwischen Vorder- und Hinterachse. Diese Verteilung wird durch ein Hinterachsgetriebe-Modul in Kombination mit einer elektromagnetischen Lamellenkupplung gesteuert.
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