VW-Großspeicher: Elli bunkert Strom

von | 11. März 2026

VW

Konzernchef Oliver Blume eröffnet den Strom-Großspeicher.

Es wird zurzeit erneut überdeutlich – Energie ist Lebenselixier für Wirtschaft und Haushalte. VW-Großspeicher: Elli bunkert Strom.

Undenkbar, dass ein Autohersteller riesige Ölvorräte zur Versorgung der Infrastruktur anlegt. Beim Thema Batterie sieht die Sache anders aus – wer kompakte Batterien für Autos und Transporter fertigt, kann sie ebenfalls zu Großspeichern bündeln. Das ist der Job der VW-Tochter Elli Power-Center – jetzt geht’s los

Einheitszelle des VW-Konzerns als Basis

Mit einer Leistung von 20 Megawatt (MW) Leistung und einer Kapazität von 40 MW ist das erste Elli Power-Center von VW jetzt ans Netz gegangen. Es ist in Salzgitter angesiedelt, dort fertigt VW ebenfalls über die Tochter Power-Co Zellen und Batterien. Die verwendeten Zellen des Großspeichers – United Cell – entspricht der künftigen konzernweiten Standardzelle für Elektromobilität. Das virtuelle Kraftwerk setzt sich aus 13 Speichercontainern zusammen. Ein Elli-Trading-Team handelt auf der Basis von Algorithmen über einem eigenen Marktzugang rund um die Uhr mit Strom.

Die Intention von VW: „Erneuerbare Energie muss genau dann nutzbar sein, wenn Industrie, Mittelstand und Verbraucher sie benötigen. Großspeicher übernehmen dabei eine Schlüsselrolle, denn sie schaffen diese zeitliche Flexibilität. Sie nehmen Strom bei Überschuss auf und stellen ihn in sogenannten Dunkelphasen wieder bereit. Damit stabilisieren sie Netze, unterstützen die Integration erneuerbarer Energien und sichern den Hochlauf der Ladeinfrastruktur ab.“

Elli als Profit-Center, die Dimension ist indes überschaubar

Die Angelegenheit ist indes kein Sponsoring für die Versorgung von E-Mobilität – Elli soll mit Stromhandel Geld verdienen. Eher dezent sind die Skaleneffekte für die Batterieherstellung von E-Fahrzeugen. Die Speicherkapazität von 40 MW entspricht der Batteriegröße von gut 500 VW ID. Buzz Cargo mit 77 kWh. Das rückt die Größenordnung zurecht. So plant eine Stadtwerke-Kooperation im Ruhrgebiet einen Speicherpart mit einer Kapazität von 1800 Megawattstunden. VW lässt sich davon nicht verdrießen: Weitere Speicherprojekte sind bereits in Planung. Für Strom, nicht für das zurzeit knappe Öl oder Benzin und Diesel.

NEWSLETTER

SOCIALS

BELIEBTE NEWS

BELIEBTE TESTS