Fiat Tris: erste Sitzprobe im Mikro-Transporter
Fiat tritt mit einem E-Dreirad die Nachfolge der legendären Ape an. Fiat Tris: erste Sitzprobe im Mikro-Transporter.
„Zwei kleine Italiener“, trällerte Schlagersängerin Conny Froboess vor mehr als 60 Jahren. Der eine Italiener ist in Europa abgetreten, die legendäre Piaggio Ape. Dafür geht jetzt der zweite Italiener an den Start, der Fiat Tris.
Spartanisches Cockpit mit ausreichend Platz
Lenker wie ein E-Bike oder Lastenrad, extrem spartanischer Sitz. Angesichts von Schuhgröße 47 ist das Einfädeln in den Fiat Tris etwas mühsam, aber drinnen ist selbst eine Körpergröße von knapp zwei Metern kein Hindernis. Der Fiat Tris bietet zwar nur einen einzigen Sitzplatz, aber einen Hauch von Komfort.
Hinzu kommt ein kleines Display für wesentliche Daten. Die Kabine bietet einen ordentlichen Wetterschutz, es fehlen allein Türen und Seitenscheiben, die Angelegenheit bleibt luftig. Eine Kopfstütze gibt es nicht, aber immerhin Dreipunktgurte, außerdem Steckdosen und Ablagen für Kleinkram.
Extrem wendig und überraschend tragfähig
Draußen schielt der der Fiat Tris mit seinen LED-Lampen in der zweifarbigen Kunststoff-Kabine und das hervorstehende Vorderrad erinnert an eine herausgestreckte Zunge. Das passt, schnurrt er doch durch Engstellen bei denen es für größere Vehikel wie beim Hund vor der Metzgerei heißt: Wir müssen draußen bleiben.
Es soll den Lastenzwerg als Pritschenwagen, Plattform-Fahrgestell und Fahrgestell mit Fahrerhaus geben. Drunter steckt ein verzinkter Rohrrahmen mit Zwölf-Zoll-Bereifung. Beachtlich: Die Nutzlast des Fiat Tris von etwa einer halben Tonne entspricht recht genau 50 Prozent seines zulässigen Gesamtgewichts. Weitere Daten: 3,17 Meter Länge, Wendekreis lediglich knapp über sechs Meter, Ladefläche rund 2,25 Quadratmeter.
Angetrieben von einem 48-Volt-Elektromotor mit 9 kW Spitzenleistung und einem Drehmoment von 45 Nm erreicht der Fiat Tris eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die Batterie verfügt über eine Kapazität von 6,9 kWh, damit soll der Lastenzwerg bis zu 90 Kilometer weit kommen. Weiter wird man mit ihm am Tag auch kaum fahren wollen. Aufgeladen wird der Kleine an der 230-Volt-Steckdose. Die Antriebstechnik stammt aus dem Mikrocar Fiat Topolino und dessen Geschwistern.
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Randolf Unruh 





