MAN TGE Individual: Gut gebrüllt Löwe
Zehn Jahre TGE. Wir haben da einen Tipp: MAN verfeinert den Transporter in einem eigenen Werk. MAN TGE Individual: Gut gebrüllt Löwe.
MAN Individual gehört zu den Erfolgsrezepten des großen Transporters, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert und inzwischen in mehr als 180 000 Einheiten vom Band gelaufen ist. Mit steigender Tendenz und zuletzt erstmals mit jährlich mehr als 30 000 Großtransportern. Im ersten Quartal 2026 hat der Transporter weiter um fünf Prozent auf 7555 Exemplare zugelegt. Unterscheidet sich der MAN doch durch mancherlei Kunstgriffe von seinem von Hause aus übermächtigen Zwillingsbruder VW Crafter. Erstmals stieß MAN mit dem TGE ins Segment der Vansvor. Und profitiert von den Lkw-Genen der Marke: Das betrifft eine andere Kundschaft, ein Lkw-typisches Servicenetz und ein offenes Ohr für Auf- und Umbauten.
Der TGE als Individualist
Ein extrovertierter Anzug als Blickfang, eine exquisite Ausstattung fürs Cockpit. Vorbereitungen für Campervans und komplette rollende Büros. Nicht zuletzt eine Leistungssteigerung zusammen mit Veredler Abt. MAN TGE Individual zeigt, was aus einem sachlichen großen Transporter werden kann. Gefertigt im polnischen Städtchen Sady unweit des gemeinsamen Transporterwerks von VW und MAN in Wrzesnia bei Poznan/Posen.
Der TGE Lion S: Transporter im Sportdress als Seelenschmeichler
Wer sich als Einzelunternehmer oder für seine Flotte was Feines gönnen will, wird beim TGE Lion S fündig. Außen hebt er sich durch eine Edelstahlblende für Fahrzeugfront, eine Stoßstangenblende in Carbon-Optik, Spiegelklappen in Carbon-Design mit integriertem MAN-Löwen, schwarzen Aluminiumrädern, roten Bremssätteln, Ladekantenschutz mit Einleger, Designfolierung und einem Heckspoiler ab. Fahrer nehmen auf Ledersitzen mit roten Nähten und MAN-Löwen-Stick Platz, schauen auf schwarzglänzende Lenkradspeichen mit roter Umrandung, lassen sich von LED-Beleuchtungselementen erleuchten. Ein Seelenschmeichler.
Der individuelle TGE für die Arbeit und mehr
Aber auch sachliche Werte zählen, zum Beispiel als mobile Werkstatt. MAN Individual setzt eine zweifache Warnbalkenanlage auf das Fahrzeugdach und klebt eine Folierung gemäß CI-Vorgabe auf. Regal- und Werkzeugsysteme im Inneren werden nach Kundenvorgaben zusammengestellt und von einer zusätzlichen LED-Beleuchtung erhellt. Soll ein Monteur unterwegs übernachten oder pflegt der Eigner ein Outdoor-Hobby, installiert MAN flexible Ausbauten nach Wunsch. Mit Werkbank und Werkzeugaufbewahrung, Stauschränken, Frisch- und Abwasserkanister, Kücheneinheit mit Kühlschrank und Gasgrill, Auflagebetten oder Ansatztisch mit Klappbett.
Der TGE für Büro und Freizeit
Im und mit dem TGE lässt sich aber auch ganz anders arbeiten, etwa als rollendes Büro. Reisezeit effizient nutzen und unterwegs arbeiten. Innenausbauten machen es möglich: beheizte, dreh- und verschiebbare Einzelsitze, dazwischen Klapptische. TV, Drucker, WLAN, LED-Beleuchtung und Kühlschrank, Versorgung mit 230 Volt. Damit alles ordentlich aufgeräumt ist, gibt es eine Garderobe und einen Aufbewahrungsschrank im Heck.
Der TGE für den Urlaub
Vom Transporter zum Campervan, auch diesen Schritt vereinfacht MAN ab Werk. Zum Beispiel per Aufstelldach mit einer zusätzlichen Liegefläche. Dazu zählen Lattenrost und Matratze, die Liegefläche misst 2000 x 1200 Millimeter. Hinauf ins Dachgeschoss führt eine Teleskopleiter. Im Erdgeschoss gibt es fertig vorbereitete Fenster inklusive Verdunkelung und auf Wunsch eine Vorrüstung für die Bordelektrik. Wer gerne draußen sitzt, nimmt unter der werksseitig angebauten Markise Platz. Mit dieser Zusammenstellung hat das Unternehmen vor allem Ausbauer von Campervans im Blick.
Der TGE als Kraftprotz
Da geht was: Mit einem anderen Steuergerät von Autoveredler Abt hievt MAN den Transporter auf ein neues Leistungsniveau. Das heißt 149 kW (202 PS), lieferbar ab Werk und mit Werksgarantie. Für Vorderrad-, Hinterrad- und Allradantrieb. Das freut die Blaulichtbranche, die es stets eilig hat. Die Reisemobilbranche, die es gern souverän mag. Die Baubranche, die viel zu schleppen und zu ziehen hat. Mit rund 4500 Euro sind Käufer dabei. Nicht billig, aber einzigartig.
Der TGE und sein Löwe
Stolz trägt der TGE den Löwen als Markenzeichen, auf dem Kühlergrill, dem Lenkrad und anderswo. Vermutlich zählt inzwischen zum nutzlosen Wissen, dass es sich beim MAN-Löwen nicht etwa um einen bayerischen, sondern um einen Braunschweiger Löwen handelt. Er wanderte mit Übernahme des traditionsreichen norddeutschen Fabrikats Büssing Anfang der siebziger Jahre zu MAN.
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