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VW: neuer eCrafter 2028, weiterer neuer E-Transporter

von | 21. März 2024

Volkswagen

Er erlebt seinen Sonnenunterganz: Der VW eCrafter ist längst nicht mehr bestellbar, der Nachfolger startet erst 2028 auf einer neuen Plattform.

VW kündigt den nächsten eCrafter an. Überraschung: Dem eCrafter folgt ein weiterer eigener neuer E-Transporter von VW.

VW: neuer eCrafter 2028, weiterer neuer E-Transporter. Das Kürzel heißt SSP: Mit der Scalable Systems Platform (SSP) entwickelt VW die nächste Generation einer rein elektrischen, volldigitalen und hochskalierbaren Mechatronikplattform auf Basis einer einheitlichen Software Architektur. Klingt kompliziert, bedeutet aber ganz einfach: eine für alle. Eine E-Plattform vom nächsten eGolf bis zum eCrafter.

SSP bildet daher die Basis für die kommenden E-Transporter. Sie kündigte VWN-Chef Carsten Intra anlässlich der Jahres-Pressekonferenz am 21. März 2024 an. Mit dem bisherigen eCrafter zählte VW vor wenigen Jahren zu den Pionieren. Doch das Interesse an dem Einheitsmodell, ein standardisierter Kastenwagen mit kleiner Batterie und mäßig starkem Motor vom damaligen E-Golf, war höchst überschaubar. Sämtliche Wettbewerber legen spätestens jetzt in der 3,5-Tonnen-Klasse kräftige E-Transporter mit einem großen Variantenreichtum auf. Der eCrafter dagegen ist schon seit Herbst vergangenen Jahres in Deutschland nicht mehr konfigurierbar und erlebt längst seinen Sonnenuntergang.

Zwei neue E-Transporter von VW – was wird aus der Zusammenarbeit mit Ford?

Für das kommende Modell des eCrafter holt VW also tief Luft und setzt komplett neu an. Ebenso für seinen Zwillingsbruder MAN eTGE. Spannend ist, was dies für die Zusammenarbeit mit Ford bedeutet. Denn mit den Doppelbaureihen Caddy/Connect, Amarok/Ranger und Transporter/Custom sind die beiden Konzerne eng liiert. Diese Zusammenarbeit stammt indes aus einer vergangenen Manager-Ära. Die damals bei VW Verantwortlichen – Konzernchef Herbert Diess und VWN-Chef Thomas Sedran – wurden längst verabschiedet oder versetzt.

Spannend auch deshalb, weil der kommende VW Transporter – Weltpremiere auf der IAA Transportation im September 2024 – auf dem Ford Transit Custom basiert und auch von Ford gefertigt wird. Ihn wird es ebenfalls mit einem vollelektrischen Antrieb geben. Marke Ford, versteht sich. Große Frage: Werden der inzwischen schon elf Jahre alte Ford Transit und der VW Crafter also ab 2028 zusammengeführt? Oder fahren sie weiterhin parallel? Darüber hinaus kündigt VWN-Chef Carsten Intra im Gefolge des eCrafter auf der SSP-Plattform ebenfalls einen mittelgroßen E-Transporter an. Er stünde in unmittelbarem Wettbewerb zum zurzeit komplett neu aufgelegten Modell. Es wird spannend.

SSP: Die künftige VW-Plattform mit der Super-Batterie – und jetzt ein überarbeiteter Crafter

Mit SSP will VW bisherige E-Plattformen des Konzerns zusammenführen. Die Rede ist unter anderem von Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LFP). Sie kommen ohne Schwermetalle aus, sind kostengünstig, umweltschonend und langlebig. Auch vertragen sie eine hohe Ladeleistung. Wie verlautet heißt das Ziel von VW, den Ladestand an der Schnellladesäule innerhalb von lediglich einer knappen Viertelstunde von zehn auf 80 Prozent anzuheben. Mit dem kommenden eCrafter gehört VWN im Konzern zu den Pionieren, zusamen mit dem eGolf. Vertriebs-Chef Lars Krause ist angesichts der zurzeit gut laufenden Verkäufe des Crafter mit Verbrennungsmotor von Berufs wegen optimistisch: „Wir glauben nicht, dass wir 2028 zu spät dran sind.“ Klar ist indes: „Das muss ein Smash werden.“

Zurzeit überarbeitet VW den klassischen Crafter mit Verbrennungsmotor. Gliches gilt für seinen Zwillingsbruder MAN TGE. Beide erhalten ein kräftig aufgefrischtes Cockpit und neue Assistenzsysteme. Hintergrund sind neue Zulassungsvorschriften für Cybersicherheit und Assistenzsysteme in der EU ab Sommer. Diese Vorgaben haben auch dem T6.1 nach mittlerweile 21 Jahren das Genick gebrochen – seine Fertigung läuft aus, da er in Kürze nicht mehr zulassungsfähig sein wird. Den neuen Transporter auf Ford-Basis, jedoch mit eigenständiger Karosserie, eigenen Instrumenten und eigenen Varianten wie einem Fahrgestell mit Doppelkabine, liefert VW ab Dezember aus.

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