General Motors: Aus für E-Zustellfahrzeug Bright-Drop
Nordamerika und das schwierige Thema Elektromobilität. General Motors: Aus für E-Zustellfahrzeug Bright-Drop.
Im Sommer gab’s noch den Versuch eines Reisemobils durch ein Start-up. Ende September verschenkte General Motors bereits 59 Exemplare an das amerikanische Rote Kreuz. Einsatzzweck: „disaster support“. Nun erlebt das Zustellfahrzeug Chevrolet Bright-Drop Zevo 400 und 600 selbst ein Desaster, die Fertigung wird eingestellt.
Bright-Drop: Pause bereits ab Mai, jetzt folgt das Ende
Das Ende hatte sich abgezeichnet. Bereits ab Mai pausierte die Fertigung des Bright-Drop im Werk in Ontario/Kanada. Von General Motors als Marke für Elektrotransporter gegründet, hatte GM Bright-Drop zuletzt in die Marke Chevrolet integriert. Großkunde des Bright-Drop war Fedex, weitere Abmachungen großer Abnehmer kamen offensichtlich nicht über Absichtserklärungen hinaus. Im Ergebnis dürfte sich die Gesamtsumme der gefertigten E-Transporter auf eine mittlere vierstellige Zahl belaufen.
General Motors nennt als Ursache für die Einstellung einen deutlich langsameren Hochlauf der Nachfrage für E-Vans als erwartet. Mit dem Entfall von Subventionen zur Beschaffung von E-Fahrzeugen durch die US-Regierung seien die Herausforderungen gewachsen. Die Entscheidung wird als Teil einer Neujustierung der Kapazität für E-Fahrzeuge des Konzerns in Nordamerika bezeichnet.
Bright-Drop: konsequentes Zustellfahrzeug, Antrieb und Batterie variabel
Bright-Drop war von General Motors konsequent als Zustellfahrzeug entwickelt worden, vom Rolltor im Heck über den quaderförmigen Aufbau bis zum einsatzspezifischen Cockpit mit beidseitigen Schiebetüren. Das Programm setzte sich aus zwei Modellen zusammen. Da war der Bright-Drop Zevo 400, knapp 6,1 Meter lang auf einem Radstand von knapp vier Metern und der größere Bright-Drop 600, stattliche 7,4 Meter groß mit 4,6 Meter Radstand. Die Bezeichnungen Zevo 400 und 600 entsprechen dem Laderaumvolumen in der nordamerikanischen Einheit Kubikfuß, umgerechnet rund 11,3 und 17 Kubikmeter. Die zulässige Gesamtmasse belief sich im Maximum auf knapp fünf Tonnen.
Unter dem Aufbau steckte eine modular aufgebaute E-Plattform. Serienmäßig mit Hinterradantrieb ausgestattet, gab es optional einen Allradantrieb mittels eines zusätzlichen E-Motors an der Vorderachse. Modular waren ebenfalls die drei Batteriepakete, Lithium-Eisenphosphat-Akkus à 20 kWh Kapazität.
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